Aktualisiert am 29. Oktober 2026
Psychosoziale Unterstützung (PSU) nach potenziell traumatischen Ereignissen – neue Wege angesichts von großen Herausforderungen
Details
Das öffentliche Bewusstsein für die Sorge um Opfer, Überlebende, Angehörige, Hinterbliebene, Zeugen, Vermissende ist nach Naturkatastrophen und terroristischen Anschlägen erheblich gestiegen. Inzwischen wird es als selbstverständlich erachtet, dass nicht nur eine medizinische, sondern auch eine psychosoziale Unterstützung (PSU) nach derartigen Ereignissen kurzfristig gewährleistet ist. Aber auch Angehörige bestimmter Berufsgruppen (z.B. Rettungskräfte, Feuerwehr, Polizei) brauchen nach bestimmten Einsätzen psychosoziale Unterstützung. Bisher ist die Evidenz für diese Maßnahmen hinsichtlich protektiver Wirkung auf die psychische Gesundheit allerdings im Vergleich zur Psychotherapie gering (siehe dazu die Empfehlung 4.2 der S2k-Leitlinie). Beispielsweise ist die Untersuchung videobasierter und laiengestützter PSU weitgehend unterblieben, obwohl ein personales Angebot bei entsprechenden Ereignissen und den Folgen für die Infrastruktur nur erschwert möglich ist. Eine vergleichende Untersuchung der PSU, inkl. eines standardisierten Trainings von unterschiedlichen Anbietern, steht weiterhin aus.
Ich war Vorsitzender der Kommission zur Revision der S2k-Leitlinie "Akute psychosoziale Belastung nach schwerwiegenden Ereignissen"; die AWMF hat die Leitlinie im Oktober 2026 in das Leitlinienregister aufgenommen und über die Webseite veröffentlicht. Sie können die Leitlinie ab sofort online unter dem Link https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/155-002 abrufen.
Phase
- Early
Typ
- Research
Organisation
Ähnliche Einträge
Projektkooperation
Christoph Kröger
Professor bei Universität
Hildesheim, Deutschland
Projektkooperation
- Early
- Research
Christoph Kröger
Professor bei Universität
Hildesheim, Deutschland