AusstellungsständeAktualisiert am 24. April 2026
KIRAMET KI basiertes Recycling von Metallverbund-Abfällen (BMIMI/FFG FO999899661 Webpage)
Research and Innovation Service Senior Manager bei Montanuniversität Leoben - Forschungs- und Innovationsservice
Österreich
Details
Metalle sind aus werkstofflicher Sicht prädestiniert für eine zirkuläre Nutzung, da ihre Eigenschaften prinzipiell ohne Qualitätsverlust erhalten bleiben können. In der Praxis wird dieses Potenzial jedoch durch die Materialrealität von Post-Consumer-Schrotten begrenzt. Insbesondere Post-Consumer-Abfälle wie Haushaltsschrotte, Elektroaltgeräte und Altfahrzeuge weisen eine sehr heterogene und komplexe Zusammensetzung auf. Sie bestehen aus einer Vielzahl an Legierungen sowie aus stofflichen Verbunden. In Shredderprozessen entstehen zwar Fraktionen wie Fe- und NE-Metalle, diese weisen jedoch häufig eine unerwünschte Elementanreicherung auf.
Mit der Transformation der Stahlindustrie hin zur Elektrolichtbogenofen-Route verschiebt sich der Fokus zusätzlich auf Altschrotte als primäre Einsatzstoffe. Damit rückt die materialspezifische Qualität von Shredderfraktionen noch stärker in den Mittelpunkt. Das Ziel von KIRAMET ist daher, große Mengen an Altschrotten mit ökonomisch vertretbarem Aufwand so aufzubereiten, dass sie für die nationale metallverarbeitende Industrie einsetzbar sind.
Ein zentraler Ansatz ist der Einsatz künstlicher Intelligenz entlang der gesamten Prozesskette – von der Sammlung bis zur Verwertung. Demonstriert wird die Umsetzung anhand von drei verschiedenen Use Cases mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Mit einem interdisziplinären Konsortium aus 19 Partnern verbindet KIRAMET materialwissenschaftliche Expertise, metallurgisches Prozessverständnis und KI-Kompetenz. Das Projekt versteht Recycling nicht nur als Abfallbehandlung, sondern als gezielte Werkstoffproduktion. Damit leistet KIRAMET einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung hochwertiger Sekundärrohstoffe und zur langfristigen Sicherung materialstrategisch relevanter Metalle in Österreich.
Partner im Projekt sind: KEBA AG, ANDRITZ AG, Bernegger GmbH, Mettop GmbH, Breitenfeld Edelstahl AG, ETA Umweltmanagement GmbH, Fabasoft Research GmbH, K1-MET GmbH, EXARON GmbH, LAVU - O.Ö. Landes-Abfallverwertungsunternehmen GmbH, PROFACTOR GmbH, Mayer Recycling GmbH, MUL - Cyber-Physical-Systems , BT Wolfgang Binder GmbH, MUL- Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft, MUL-Forschungs-und Innovationsservice, Scholz Austria GmbH, Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH, Software Competence Center, Hagenberg GmbH, voestalpine High Performance Metals GmbH, voestalpine Stahl GmbH
Typ
- FFG Projekt
Gilt für
- Recycling, Abfall Management & Technologien
- Automation/Robotik
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