Mittwoch, 11. November 2026 | 09:30 - 10:30
Flagship Session 1: Lateinamerika im Machtspiel der Blöcke: strategischer Partner oder geopolitischer Spielball?
Die internationale Ordnung verändert sich grundlegend. Geopolitische Rivalitäten, neue Machtkonstellationen, Handelskonflikte und die zunehmende Politisierung wirtschaftlicher Beziehungen stellen bisherige Partnerschaften und Abhängigkeiten auf den Prüfstand. Für Deutschland und Europa bedeutet dies, internationale Beziehungen neu zu denken – nicht zuletzt mit Blick auf Regionen, deren wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung zunehmend wächst.
Lateinamerika nimmt dabei eine besondere Rolle ein. Die Region verfügt über bedeutende Rohstoffvorkommen, große Energie- und Agrarpotenziale, wichtige Märkte und eine zunehmend diversifizierte industrielle Basis. Gleichzeitig verfolgen die Staaten Lateinamerikas ihre eigenen außen- und wirtschaftspolitischen Interessen und suchen ihre internationalen Partnerschaften zunehmend breiter aufzustellen. China hat seine wirtschaftliche Präsenz in der Region stark ausgebaut, die USA bleiben ein zentraler Akteur, während Europa und Deutschland ihre Beziehungen zu Lateinamerika neu beleben wollen.
Damit stellt sich eine zentrale Frage: Wie eigenständig kann und will Lateinamerika seine Rolle in einer zunehmend von geopolitischen Blöcken geprägten Welt gestalten – und welche Rolle können Deutschland und Europa dabei spielen?
Das Verhältnis zwischen Deutschland und Lateinamerika steht dabei vor einer neuen Ausgangslage und wirtschaftliche Interessen allein reichen nicht aus. Eine neue Partnerschaft muss auf Gegenseitigkeit beruhen. Für Deutschland und Europa stellt sich daher die Frage, was sie Lateinamerika anbieten können – und welche Erwartungen, Interessen und Handlungsspielräume die Länder der Region selbst mitbringen.
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Eduardo Gorchs, CEO, Siemens AG South America
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Bernd Lange - MdEP, Vorsitzender des Handelsausschuss
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Dr. Ulrich A. Sante, Vice Chairman LBBW, Ambassador a.D
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