Mittwoch, 20. Januar 2027 | 15:45 - 17:05
„Verlässlichkeit statt Regelslalom: Was schützt Europas Wasserstoffpioniere?“
Europa hat Unternehmen mit einem Preissignal in Milliardeninvestitionen geführt und schlägt nun vor, dieses Signal zu strecken – während die
Anlagen im Bau sind. Die Kommission hat im Juli 2026 ihren Vorschlag zur Revision des Emissionshandels vorgelegt. Er würde den Reduktionspfad
abflachen, die kostenlose Zuteilung für die vom Grenzausgleich erfassten Sektoren verlängern und ab 2036 internationale Zertifikate zulassen. Im
Gegenzug sollen freie Zuteilungen an Dekarbonisierungspläne gekoppelt werden.
Seit September liegt auch der Berichtsentwurf des Europäischen Parlaments vor. Er will den Pfad bis 2035 noch etwas flacher, danach steiler führen
– und einen größeren Teil der Einnahmen in die betroffenen Branchen zurücklenken. Ob das die First Mover schützt oder ihren Vorsprung entwertet,
ist die Streitfrage. Die Industrie ist gespalten, im Rat stehen sich zwei Lager gegenüber.
Der Kongress tagt mitten in diesem Verfahren. Ein Abschluss wird nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2027 erwartet. Für eine Region, die bereits
investiert hat, ist das die entscheidende Frage: Auf welcher Grundlage wird bis dahin gerechnet?
3 Referenten
CEO
Hydrogen Europe aisbl
Teamleader Unit C.4 Infrastructure and Regional Cooperation GD Energie
Europäische Kommission
Head of Brussels Government Affairs Office
thyssenkrupp Decarbon Technologies
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