Mittwoch, 20. Januar 2027 | 11:25 - 12:45
„Energiewende Süd: Braucht Süddeutschland eine Wasserstoffallianz?“
Der industrielle Süden Deutschlands hat ein gemeinsames Problem und keine gemeinsame Antwort: Jeder braucht Wasserstoff, keiner kauft ihn.
Baden-Württemberg beziffert seinen möglichen Bedarf für 2040 auf rund 90 Terawattstunden und kann ihn nicht selbst erzeugen. Rheinland-Pfalz
liegt an den Achsen. Über das Saarland soll der südwesteuropäische Korridor in dieses Nachfragezentrum laufen. Solange jedes Land für sich plant,
schauen am Ende alle gemeinsam in eine leere Leitung.
Norddeutschland und Ostdeutschland haben sich organisiert – mit ernüchternder operativer Bilanz. Für den Süden existiert bislang kein
vergleichbares Format, und ein Akteur, der Mengen bündeln und Risiken tragen könnte, ist nicht in Sicht. Ein Referenzmodell gibt es: Der Bund lässt
über einen Intermediär langfristig einkaufen und kurzfristig weiterverkaufen. Ob sich das auf eine Ländergruppe übertragen lässt, ist die operative
Streitfrage dieses Panels.
Seit diesem Sommer ist ein zweiter Nachfragestrang hinzugekommen: Über den Südbonus des neuen Kapazitätsgesetzes soll ein erheblicher Teil
der neuen steuerbaren Kraftwerksleistung im Süden entstehen – im Saarland konkret in Ensdorf, dazu Planungen in Bexbach und Quierschied. Damit
konkurrieren Stahlwerk und Kraftwerk um dieselbe Leitung.
2 Referenten
Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes
Saarländisches Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie
Bereichleiter Engerie, Umwelt und Industrie
DIHK | Deutsche Industrie- und Handelskammer
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